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Hummel-Nistkasten, Eigenbau, System Armin Krenz, Wachsmotten-Falle, Abwehr, Larven, Hummelmotte, Aphomia sociella

Hummelmotten- Larvenfalle  

Dieser Nistkastentyp  (System Armin Krenz) bietet Mehrfachschutz gegen den natürlichen Feind der Hummeln: die Hummelmotte. Neben präventiven Maßnahmen ist auch ein einfacher Zugang zur Bekämpfung der Larven vorgesehen.

Materialliste: 4 Seitenwände 4 x 25 x 20 (cm), Deckel  u. Bodenplatte 2 x 25 x 27.6 aus 13 mm Spanplatte, innere Doppelwand (als Laufgang) 22.2 x 18.5 (aus19 mm Spanplatte!). Loch  i. d. Bodenplatte 8.4 x 9.4 cm, Abdeckplatte dazu 11 x 12 cm, Leisten 1.3 x 1.4 cm ca. 2.00 lfdm.   Preis mit Zuschnitt ca. 0.4 x 30.00 = 12.00 DM

 

Zusätzlich zum Einflugloch (1) weist dieser Nistkasten noch drei weitere "Duftlöcher" (3,4 u. 5) auf, die mit Gaze gesichert sind. Hier sollen die Hummelmotten angelockt werden und auf einer  Klebefalle -s. weiße Felder- (permanent Klebefalle von NEUDORFF) abgefangen werden.

Das gesamte Gehäuse ist auf einem speziellen Boden (6) lose draufgestellt.

Mit einer Hummelmotten-Sperre (1) ist der Eingang (bei manueller Betätigung zur Nacht) gesichert. Morgens wird die Klappe durch die erste Hummel, die den Bau verlassen will, selbsttätig aufgestoßen. Ein Stück Kernseife (2) umschließt  die Laufröhre und soll mit ihrem Duft die Hummelmotten fernhalten. 

Beim Einsetzen einer Königin sollte die Kernseifen-Duftsperre (2) noch nicht angebracht sein. Sie könnte den Geruch übel nehmen und den Nistplatz schmähen.

Hummelmotten-Larven greifen die Waben stets von unten an und tauchen bei Erschütterungen des Nestes stets nach unten ab. Außerdem lieben sie unzugängliche Nischen, in denen sie sich verstecken können, um sich dort in einen Kokon einzuspinnen. Diese Verhaltensweise liegt der Idee zu der hier gezeigten Konstruktion zugrunde.

Ein Zwiebelnetz (8) ist unter das Gehäuse getackert. Bei Inspektion wird so das Hummelnest vor dem Herausfallen geschützt. 

Blick in den Hummelkasten: Links ist die die Doppelwand erkennbar, in der der abwärts gerichtete Laufgang eingearbeitet ist. Das Zwiebelnetz trennt den Nistraum von der Hummelmotten-Larvenfalle.

Im Boden ist ein von unten abnehmbares Fütterkästchen, welches mit Raupenspritzmittel kontaminiertes Wabenmaterial enthält, integriert.

Konstruktionshinweis:   Damit die Doppelwand nicht das Zwiebelnetz belastet, ist sie kürzer geschnitten und ruht auf einer an der Vorderwand angeleimten Leiste.

Zu Kontrollzwecken kann der Hummelkasten einfach abgehoben werden. Eventuell vorhandene Hummelmotten-Larven können auch durch Auswechseln der Streichholzdosen entfernt werden.

Die Streichholzschachteln dienen einmal als Versteck für die Larven, zum anderen soll dadurch ein zu starkes Verspinnen mit dem Zwiebelnetz verhindert werden.

Das Loch im Boden wird durch eine leicht abnehmbares Kästchen verschlossen. Ist der Hummelkasten nicht wie hier auf Winkelkonsolen befestigt, müssen an dem Boden zusätzlich Füßchen angebracht werden. In dem Falle braucht das Futterkästchen nicht abnehmbar zu sein.
Auf diese Weise (s. Foto) kann das Wabenmaterial kontrolliert, ersetzt oder neu mit "Neudorffs Raupenspritzmittel" o.ä. behandelt werden (Dosierung und Anwendung nach  Melanie v. Orlow (1999)  www.hymenoptera.de  s. dort unter Hummeln, Ansiedelung, Haltung & Pflege)

Gut erkennbar ist das abgrenzende Zwiebelnetz, das die Hummeln nicht überwinden können und somit für alle Beteiligten ein stressfreies Arbeiten ermöglicht.

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Erstellt am 13.04.01 Letzte Änderung am 31.08.01                              

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