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Die Hummelmotte

(Aphomia sociella) ist ein gefährlicher Schädling der Hummeln . Anfang Mai schleicht sich die ca. 17 mm große, graue Motte in die Hummelnester und besorgt dort ihre Eiablage zwischen den Hummelwaben . Durch die Nestwärme werden die Hummelmotten-Eier ausgebrütet. Anschließend fressen die Hummelmotten-Larven die Waben samt Hummel-Larven auf. Das Hummelvolk - dann ohne Nachwuchs- stirbt aus!

ANFANG

Eine Wiesenhummel-Königin nimmt ihre Arbeit zu einer Nestgründung auf.            

Bald stellt sich unangenehmer Besuch durch eine Hummelmotte ein. Ihre Flügel weisen prägeartig ausgeformte Strukturen auf. Neben zwei  gliederartig gestalteten Fühlern sind am Kopf zwei "elefantenzahnartige" (Fotos rechts) Fortsätze mit Öffnungen an den Enden zu sehen. Zur Hälfte weisen die Fortsätze bürstenartige Behaarungen auf. Sind das die Riechorgane zum Auffinden der Hummelnester?

Die mittlere Aufnahme zeigt das ausgefahrene "Legerohr" der Hummelmotte. Ein hochinteressantes und ebenso flexibles Werkzeug, um die Eier an unzugänglichen Stellen geschützt zu platzieren! Gut vergleichbar ist die Beweglichkeit des Legerohres mit der Beweglichkeit eines Regenwurmes. Das ausgefahrene Legerohr unterteilt sich stufenförmig  (hier nicht so gut erkennbar) in zwei Abschnitte. Beim Einfahren des Legerohres "krempelt" sich die weiße Spitze in den gelben Teil und dieses dann schließlich in den dunklen Hinterleib, so dass im Hinterleib eine Öffnung mit Nippel entsteht. Rechtes Bild : In der gegebenen Stresssituation ist es noch einmal zu einer Ei-Ausstoßung gekommen (3 Stück)
 

Hier Videoclip:    Ei u. Legerohr in 60-facher Vergrößerung (24 Sek. Dauer 490 KB groß)

 

Zur Veranschaulichung habe ich die Hummelmotten-Eier in einen Napf der dunklen Erdhummel gelegt. Der mittlere Napf (li. unten) hat einen Durchmesser von ca. 12 mm. In der Detailaufnahme (mitte) ist die symmetrische Eiform gut zu erkennen. Die Dicke der Hummelmotten-Eier beträgt 4/10-tel mm, während die Länge 6 - 7/10-tel mm misst (eigene Messung). Gut nachvollziehbar ist, vie viel Waben u. Hummel-Larven verzehrt werden müssen, bis aus einem so kleinen Hummelmotten-Ei (mitte) eine stattliche Hummelmotten-Larve entsteht (rechts).

ENDE

Im Hintergrund schleicht sich eine Hummelmotten-Larve von dannen.

Ein Zyklus ist beendet, ein anderer beginnt ...   im Netz der vernetzten Systeme.       

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Erstellt am 18.6.2000  Letzte Änderung am 19.11.2001